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Hospizarbeit-Gifhorn

Gedanken

Sage nicht: wenn ich Zeit dazu habe. Vielleicht hast Du nie Zeit dazu. Wenn nicht jetzt - wann dann?

(Talmud)

Tattoo Ausstellung

Die Trauertattoo Ausstellung "Ich trage Dich unter meiner Haut" als Wanderaustellung buchen

Weitere Informationen finden Sie  - Veranstaltungen

Infoabende 2026

Für den nächsten Vorbereitungskurs 2026 für neue ehrenamtlich Begleitende findet am 04.06.26 ww. 11.06.26 um 19:00 Uhr ein Infoabend im Seminarraum des Hospizhauses Gifhorn statt.

Details dazu finden Sie unter Angebote - Vorbereitungskurs

Blickwechsel

Lesen Sie auch unser Informationsblatt "Blickwechsel" mit interessanten Themen und Geschichten. Sie finden es in Apotheken, bei Ärzten und in öffentlichen Bereichen.

Den aktuellen Blickwechsel Nr.69 finden Sie auch hier unter Downloads - Blickwechsel

Weiteres

Weitere interessante Nachrichten und Artikel finden Sie auch im - Archiv

 

Protokoll MV 2025

Das Protokoll der Mitgliederversammlung vom 13.11.25 finden Sie unter Protokolle

Gemeinsam Gutes tun

Auch in diesem Jahr hat das Wellness- und Fußpflege Team Terre aus Wesendorf ihr Herzensprojekt – Gemeinsam Gutes tun - fortgeführt. Damit möchten sie Vereine, die sich um Menschen und Tiere kümmern, unterstützen. Jedes Jahr wird ein anderer Verein der Region ausgewählt. Dieses Mal kamen die Spendeneinnahmen unserem Verein zugute. Für eine Spendentombola konnten die Kunden Lose ziehen und Sachspenden in Form von Dienstleistungen und Pflegeprodukten gewinnen.
Die Spenden der Kundinnen und Kunden wurden in einer verschlossenen Spardose im Studio gesammelt und im Rahmen der Spendenübergabe am 19. Januar 2026 gemeinsam mit uns geöffnet. Bis zu diesem Zeitpunkt war der genaue Betrag auch für das Team Terre nicht bekannt. So freuten sich alle über 650 €.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Kundinnen und Kunden und dem Team Terre, dass sie bei dieser Aktion an uns gedacht haben.

Das kann Hospizarbeit

„Hospizarbeit in Gifhorn“, so lautete das Thema des Seniorenkreises der Martin Luther Gemeinde in der Limbergstraße am 14. Januar 2026.
Einmal im Monat treffen sich dort Seniorinnen und Senioren unter der Leitung von Sonnhild Baucke und im Januar waren Claudia Baderschneider (Koordinatorin) und Elisabeth Behrends (ehrenamtliche Mitarbeiterin) eingeladen.
Mit dem kurzen Video „Das kann Hospizarbeit“ (DHPV), detaillierten Informationen und vielen Praxiserfahrungen konnte das komplexe Thema nahegebracht und Fragen beantwortet werden.
Dass ein persönlicher Kontakt hilfreich ist und dadurch Berührungsängste abgebaut werden können, zeigten die Reaktionen.
Claudia Baderschneider machte immer wieder Mut:
„Rufen Sie ruhig an und fragen Sie uns!“
„Sprechen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt an.“
„Versuchen Sie mit An – und Zugehörigen sich dem Thema zu nähern.“
Die Offenheit und das Interesse der Zuhörenden waren zu spüren.

Mit hoffnungsvollen Frühlingsblumen und einem herzlichen Dank wurden wir freundlich verabschiedet.

Text. Elisabeth Behrends (ehrenamtliche Mitarbeiterin)

Ein Abend mit Miss Cherrywine – Musik & mehr

Zu unserem 28. Vereinsgeburtstag haben wir am 8. Januar 2026 unsere ehrenamtlich Mitarbeitenden in den Rittersaal in Gifhorn zu einem Abend mit Miss Cherrywine geladen. Sie singt und spricht über den Tod, das Sterben und die Trauer. Ihre Vorstellung ist berührend, unterhaltsam und – wo es passt – auch gerne ein wenig unkonventionell; damit passt sie wunderbar zu den Inhalten unseres Vereins.
Nach dem Sektempfang und einer kurzen Begrüßung unserer Vorsitzende Frau Ingrid Pahlmann startete Miss Cherrywine, verkörpert durch die Musikerin Tina Damm aus Köln, mit ihrem Programm „Salon Mortel“. Mit Liedern, einige selbstgeschrieben und auf dem Klavier begleitet, bildete sie einen musikalischen Rahmen, in dem sie über Gedanken zu Sterben, Tod und Trauer berichtet.
Sie wird oft gefragt: „Warum dieses Thema“? Aufgewachsen in einem Mehrgenerationenhaus in Nordbayern kam sie schon früh mit Tod und Trauer in Kontakt. Der Tod war in ihrer Kindheit immer präsent und ihre Oma hat ihr immer wieder gruselige Geschichten über morbide Dinge erzählt. Mit diesem Hintergrund hat nicht sie sich das Thema ausgesucht, sondern das Thema kam zwangsläufig zu ihr.
Der erste Teil des Abends handelte von Gebräuchen im Laufe der Zeit. So brachte das Viktorianische Zeitalter die Farbe Schwarz als Zeichen der Trauer und es wurde zu skurrilen Abenden wie „Mumien auswickeln“ geladen. Am Ende des 19. Jahrhunderts kam der Beruf der Bestatter auf. Die Friedhöfe lagen aufgrund von Platzmangel außerhalb der Städte und die Verstorbenen mussten dorthin transportiert werden.
In der heutigen Zeit gibt es unterschiedlichste Rituale: der Tag der Toten - Dia de los Muertos - in Mexiko oder auf Madagaskar, wo die Toten aus ihrer Gruft geholt werden, um mit ihnen zu feiern - um zwei zu nennen.
Aber auch der Humor kam nicht zu kurz. Pantomimisch beschrieben sollte vom Publikum umgangssprachliche Begriffe wie „ins Gras beißen“ oder „Holzpyjama“ (wienerisch für Sarg) erraten werden.
Nach der Pause im Kaminraum des Schlosses bei Brezeln und Getränken und der Möglichkeit, sich über das Programm auszutauschen und nette Gespräche zu führen, ging es im „Salon Mortel“ im zweiten Teil um Geschichten und Lieder zur Trauer und der Trauerbewältigung. Dabei wechselten sich spannende Betrachtungen mit humorvollen Texten ab.
Emotional wurde es bei dem selbst komponierten Lied „Tod-Couture“, das von Angehörigen handelt, die Kleidung der Verstorbenen tragen, um ihnen in ihrer Trauer nahe zu sein. Zur Auflockerung der Stimmung gab es anschließend einige Flachwitze. Ein Beispiel: „Warum kann ein Sarg in Hamburg St. Pauli nicht geöffnet werden? Es liegt ein Zuhälter drin“.
Über exotische Beisetzungsarten, wie einem Pilzsarg oder das Einfrieren des Körpers zur späteren Wiederbelebung, ging es zu Erinnerungsstücken, die aus der Asche hergestellt werden können: Steine, Schallplatten oder Tattoos, bei denen die Asche des Verstorbenen der Farbe beigemischt wird.
Zum Abschluss wurden noch Lieder zur Trauerfeier angesprochen und auch solche thematisiert, die man dort nicht hören möchte: „Atemlos“ oder „Es geht ein Zug nach Nirgendwo“ und einige mehr. Mit dem Spruch „Keiner von uns kommt hier lebend raus, also hört auf, euch als Nebensache zu betrachten“ und einem letzten Lied mit dem Titel „Letztes Lied“ ging das unterhaltsame Programm zu Ende.

Aber nicht ohne eine Zugabe: „Für mich soll‘s rote Rosen regnen“. Damit endete die Veranstaltung zum 28. Vereinsgeburtstag.

Text und Foto: Christine Zecchino (ehrenamtliche Mitarbeitende)

 
Adventskalender für die Hospizarbeit

Der Lions Club Gifhorn Südheide hat für 2025 zum ersten Mal einen Adventskalender herausgegeben. Als Ziel der Aktion war eine Spende des Ertrags an das Hospizwesen vorgesehen. Es ergab sich ein Betrag von 10.000 €. Frau Bettina Tews-Harms für das Hospizhaus Gifhorn und Frau Ingrid Pahlmann für unseren Verein freuten sich über eine Spende in Höhe von jeweils 5.000 €. Die symbolischen Schecks wurden im Rahmen einer Kaffeerunde am 05. Januar 2026 in den Räumen des Hospizhauses übergeben. Dafür sagen wir herzlichen Dank

Foto und Text: Andreas Rother (Schatzmeister)

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